Hadler Hochzeitssuppe mit deftiger Krimieinlage

 

Mehr als 60 Teilnehmer beim geselligen Abend des Ortsvereins Land Hadeln

Pedingworth. Wenn bei den Sozialdemokraten Suppe aufgetischt wird, dann avanciert der Abend zum „Selbstläufer“. Voraussetzung: Es handelt sich um die Hadler Hochzeitssuppe mit einer kulturellen „Beilage“. Der SPD-Ortsverein Land Hadeln hatte zu diesem Höhepunkt des Jahres eingeladen, und mehr als 60 Teilnehmer ließen sich den zweifachen Genuss im Pedingworther Landgasthaus Müller nicht entgehen.

Foto: U. Holthausen

Stellvertretende OV-Vorsitzende Birgit Johannßen dankt Krimibuchautor Reinhold Friedl

 
Foto: U. Holthausen

Seit 12 Jahren organisieren Magdalena und Otto Petersen das Hochzeitssuppenessen. Stellv. OV-Vors. Birgit Johannßen (r.) dankte ihnen mit Blumen und Wein

Zum 12. Mal von Magdalene und Otto Petersen organisiert, würdigte dies die stellvertretende OV-Vorsitzende Birgit Johannßen und ging darüber hinaus detailliert auf die über Jahrzehnte geleistete, vielschichtige ehrenamtliche Arbeit des Ehepaares aus der Medemstadt ein, das zuvor mit dem Ehrenamtspreis der Stadt Otterndorf ausgezeichnet worden war.

Mit Reinhold Friedl, dem promovierten Politik- und Sozialwissenschaftler, Leiter der UNO-Flüchtlingshilfe für Norddeutschland, längst auch sehr erfolgreicher Krimibuch-Autor, erfuhr der gesellige Abend eine besondere Note. Dem Bremer Krimistammtisch angehörend, las dieser aus dem Buch „Der Tod tischt auf“, das 23 mörderische Rezept-Geschichten aus Bremen und umzu zum Inhalt hat. Im Norden tief verwurzelt, ließ Friedls Geschichte „Cook in Peace“ der Hochzeitssuppe in Bremer und Hadelner Charakteristik breiten Raum. Schließlich hatte der Pächter des reetgedeckten Weserhofes, einem altehrwürdigen Gasthaus am Flussufer, einen Suppenkessel mit ausgefeilter Technik angeschafft, der der Zubereitung von Hochzeitssuppe für Hunderte Gäste diente.

Dass am Ende just in diesem Kessel ein abendlicher Gast nach einer vorausgegangenen Auseinandersetzung den „heißen“ Tod fand, entbehrte vor dem realen Suppengang im Pedingworther Gasthaus nicht der „schmackhaften“ Einstimmung. Reinhold Friedl ernte stürmischen Beifall. Dieser setzte zudem sein jüngstes Werk, „Das Evangelium aus dem Herodesgrab“, in Szene, das im Oldenburger Isensee-Verlag erschienen ist. Umfangreiche Recherchen Friedls im Nahen Osten bilden die Grundlage dieses biblischen Kriminalromans.

 
 

 


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